Durchführungszeitraum: 01.10.2025 – 31.12.2028
Das Vorhaben „BUZZKATZ - Verbundvorhaben zur Akzeptanz klimafreundlicher Luftfahrttechnologien durch
Lärmreduzierung“ wird im Verbund mit den Partnern Airbus Defence and Space GmbH, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Antriebstechnik, Berlin, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik, Braunschweig, der MTU Aero Engines AG, Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG als Verbundführer und der Upstream CFD GmbH durchgeführt.
BUZZKATZ erforscht Technologien und Methoden zur weiteren Reduktion von Fluglärm an der Quelle, dem installierten Flugtriebwerk, zur Steigerung der Akzeptanz der nächsten Generation klimafreundlicher Luftfahrzeuge durch weitere Lärmreduktion.
In diesem Kontext erprobt Rolls-Royce gemeinsam mit seinem etablierten Forschungs-Partnernetzwerk in Deutschland und dem Vereinigten Königreich, sowie einem assoziierten Industriepartner in den USA, hochauflösende, messtechnische und analytische Verfahren zur Lärmbewertung die folgenden technologisch weiterentwickelten und neuartigen Schallquellen:
- Magerbrennkammer,
- Installierter Fan mit kurzem Triebwerkseinlauf,
- Aeroakustische Anregung an überströmten Öffnungen und
- Strahllärm.
Zum Vergleich werden vorhandenen und geplante Triebwerks- Komponentenmessungen herangezogen. Die resultierenden Verfahren werden im Anschluss weiter validiert und bei Erfolg in die System-, Auslegungs- und Optimierungswerkzeuge bei Rolls-Royce integriert. Dort dienen sie zur Optimierung und Verringerung von Risiken in der Lärmbewertung für die nächste Triebwerksgeneration. Die Arbeiten sind Teil der Anstrengungen von Rolls-Royce zum Erhalt der Gesamtsystemfähigkeit und Erweiterung des fachübergreifenden Verständnisses und der Gestaltungsfähigkeit für wettbewerbsfähige zivile Luftfahrtantriebe auf Basis der UltraFan® Technologien. Die daraus resultierenden Triebwerksentwicklungen könnten ab 2035 eine weitere Lärmreduktion bei gleichzeitiger Senkung des Brennstoffverbrauchs erreichen.
Wissenschaftliche Arbeiten belegen die Auswirkungen von Fluglärm auf die Gesundheit. Viele Europäischen Flughäfen berücksichtigen Fluglärm im Betrieb, erheben lärmabhängige Gebühren oder haben Einschränkungen des Flugverkehrs. Durch die in BUZZKATZ geplanten Lärmminderungsmaßnahmen an der Quelle bei gleichzeitiger Verringerung des Kohlendioxids- und Wasserdampf-Ausstoßes wird der Konflikt zwischen ökonomischem Wachstum und Fluglärm auf kosteneffiziente Weise adressiert.
Durch die öffentliche Förderung wird internationale Zusammenarbeit der Industrie mit Großforschungseinrichtungen und KMU ermöglicht, bei der grundlegende Ergebnisse durch die Forschungspartner im Eigenantrag erarbeitet werden. Diese stehen im Anschluss für eine breitere Verwertung zur Verfügung.
Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen von LuFo VII-1 unter dem Förderkennzeichen 20T2402A gefördert.
